Bachelor Welcome

Nachhaltiges Ja der Wirtschaft zum Bachelor

Die Wirtschaft bekräftigt eindeutig und nachhaltig im Rahmen einer konzertierten Aktion ihr Ja zur Einführung von Bachelor-Studiengängen an den Hochschulen. Damit tritt sie möglichen Zweifeln hinsichtlich der Bereitschaft der Unternehmen, Bachelor-Absolventen zu beschäftigen, ausdrücklich entgegen.

Bereits in den Jahren 2004 und 2006 hatten Personalvorstände führender Unternehmen in Deutschland – darunter auch mittelständische Unternehmen – mit ihren Erklärungen „Bachelor Welcome!“ und "More Bachelors and Masters Welcome!" ihre Unterstützung für die neuen Abschlüsse Bachelor und Master zugesagt und sich damit zur Umstellung auf die gestufte, international kompatible Studienstruktur in Deutschland bekannt. Verbunden mit einer Reihe von Selbstverpflichtungen haben die Unternehmen damit ein wichtiges Signal sowohl an die Studieninteressierten als auch die Hochschulen gesandt.

Am 20. Juni 2008 trafen sich auf Einladung von BDA, BDI und Stifterverband erneut zahlreiche Personalvorstände in Berlin, um mit ihrer Konzertierten Aktion „Bachelor Welcome – MINT-Nachwuchs sichern!“ vor dem Hintergrund des alarmierenden Engpasses an MINT-Absolventen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in ihren Unternehmen das Thema erneut aufzugreifen. Erstunterzeichner der Erklärung des Jahres 2008 waren 39 Unternehmen mit etwa 2 Millionen Beschäftigten, davon rund die Hälfte DAX-Unternehmen. Mehr als 40 weitere Unternehmen sind seit der Erstunterzeichnung hinzugekommen.

Zusagen der Wirtschaft – Forderungen an Politik und Hochschulen

Die Unternehmen verpflichten sich, MINT-Bachelorabsolventen – ebenso wie den Absolventen anderer Bachelor-Studiengänge – attraktive Berufseinstiege und Karrierewege zu eröffnen. Akademiker mit MINT-Qualifikationen sind als Technologieexperten in den Unternehmen äußerst gefragt. Neben ihren Zusagen formulieren die Unternehmen in ihrer gemeinsamen Erklärung ebenfalls Erwartungen und Forderungen an Politik und Hochschulen. Ausdrücklich fordern die Personalvorstände eine konsequente Weiterentwicklung der gestuften Studienstruktur an den Hochschulen. Sie appellieren an die Hochschulen, Lehrpläne zu verschlanken und berufsrelevante Schlüsselqualifikationen zu vermitteln. Bund und Länder fordern sie auf, dauerhaft mehr Mittel für zusätzliche MINT-Studienplätze und eine verbesserte Betreuungsrelation bereitzustellen. Insbesondere mahnen die Unternehmen eine Verbesserung der Hochschullehre und der Studienbedingungen an, um die hohen Abbrecherquoten in den MINT-Fächern zu senken. Eindringlich plädieren die Personalvorstände dafür, dass die Länder und Hochschulen endlich das Thema einer besseren Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung angehen. Beruflich Qualifizierten muss auch ohne Abitur der Weg in die Hochschulen offen stehen.

Auf den Seiten des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft wird die Liste der unterstützenden Unternehmen kontinuierlich aktualisiert.
Social Bookmarks