Arbeitslosenversicherung
Arbeitslosenversicherung von gesamtgesellschaftlichen Kosten entlasten
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist nach den Reformen der vergangenen Jahre auf einem guten Weg zu einem effektiveren und effizienteren Dienstleister am Arbeitmarkt. Jedoch wird die Arbeitslosenversicherung immer noch von massiven gesetzlichen Fehlanreizen zum Verharren in Arbeitslosigkeit belastet. Diese müssen ebenso abgebaut werden, wie die milliardenschweren gesamtgesellschaftlichen Ausgaben, die der Gesetzgeber zu Unrecht den Beitragszahlern auferlegt hat.
Deutschland braucht eine moderne Arbeitslosenversicherung, die den notwendigen sozialen Schutz verbindet mit dem Fördern und Fordern von mehr Beweglichkeit und Flexibilität am Arbeitsmarkt. Um dies leisten zu können, muss die Arbeitslosenversicherung auf ihre Aufgabe konzentriert werden, vorübergehende Phasen der Arbeitslosigkeit zwischen zwei Beschäftigungen zügig zu überbrücken.
Erfolgreiche Steuerung weiterentwickeln – Beitragssatz begrenzen
Höchstens 12 Monate Arbeitslosengeld
Eine wichtige Maßnahme für mehr Beschäftigung ist die Konzentration des Arbeitslosengeldanspruchs ohne Altersdifferenzierung auf höchstens 12 Monate, wie dies richtigerweise bis 1985 galt. Internationale Untersuchungen belegen, dass ein überlanger Arbeitslosengeldanspruch regelmäßig auch zu längerer Arbeitslosigkeit beiträgt. Insbesondere für ältere Arbeitslose haben längere Bezugszeiten keine Brücken in neue Beschäftigung, sondern lediglich in die Frühverrentung gebaut. Deshalb war die Verlängerung des gerade erst auf bis zu 18 Monate zurückgeführten Arbeitslosengeldes für Ältere auf bis zu 24 Monate ab 2008 falsch.
Private in Arbeitsvermittlung einbeziehen
Leistungen im Rahmen der Arbeitsmarktpolitik sollen soweit wie möglich nicht durch die BA selbst, sondern durch miteinander konkurrierende Privatanbieter erbracht werden. Nur ein effizienter Leistungswettbewerb kann Innovationen, Kostensenkungen und Qualitätsverbesserungen voranbringen. Für eine verbesserte Arbeitsvermittlung muss auch der vorhandene Vermittlungsgutschein fortentwickelt und optimiert werden. An Stelle des fehlgeschlagenen Modells der subventionierten sog. Personalserviceagenturen (PSA) sollen Arbeitsagenturen allgemein eng mit privaten Zeitarbeitsunternehmen kooperieren, wie dies bereits vielerorts erfolgreich zu Gunsten der Arbeit suchenden Menschen praktiziert wird.
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