MINT-Qualifikationen
Engpass bei MINT-Nachwuchs hemmt Wachstum und Innovationen
Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist gefährdet durch den Mangel an Nachwuchs in den MINT-Qualifikationen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Der Engpass an naturwissenschaftlich-technisch qualifizierten Fachkräften ist ein strukturelles Problem, das heute schon als Wachstums- und Innovationsbremse einen hohen Wertschöpfungsverlust für die deutsche Volkswirtschaft verursacht – mit steigender Tendenz.
Ohne Gegenmaßnahmen werden im Jahr 2020 auf zehn Personen im Alter 55 bis 64 mit MINT-Qualifikationen nur sieben entsprechend qualifizierte 25- bis 34-Jährige kommen. Auch im internationalen Vergleich schneidet Deutschland schlecht ab: Während es im
OECD-Durchschnitt unter 100.000 Personen im Alter zwischen 25 und 34 Jahren rund 1.160 MINT-Absolventen gibt, sind es in Deutschland nur etwa 850. Der durch den Engpass an naturwissenschaftlich-technisch qualifizierten Fachkräften verursachte Wertschöpfungsverlust für die deutsche Volkswirtschaft wird vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) auf 18,5 Mrd. Euro für das Jahr 2006 beziffert. Dies entspricht etwa 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Die im April 2008 veröffentlichte Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) geht davon aus, dass die Ingenieurlücke im Durchschnitt des Jahres 2007 bei knapp 70.000 liegt und damit im Vergleich zum Jahr 2006 um etwa 44 Prozent angestiegen ist. Die Zahl arbeitsloser Ingenieure sank zwischen Januar 2005 und März 2008 von knapp 64.000 auf rund 23.000, d. h. um etwa 64 Prozent.

Gemeinsame Plattform für MINT
Die 2008 von BDA und BDI ins Leben gerufene Initiative „MINT Zukunft schaffen” will unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel den zahlreichen, seit vielen Jahren erfolgreich wirkenden MINT-Einzelinitiativen der Verbände und Unternehmen eine gemeinsame Plattform bieten, um Veränderungen zu bewirken und politischen Forderungen entscheidenden Nachdruck zu verleihen.
Die Forderung ist klar: Alle Schüler sollen durchgehend bis zum Abitur zwei naturwissenschaftliche/technische Fächer belegen. Derzeit absolvieren lediglich 20 Prozent aller weiblichen Studierenden ein MINT-Studium. Ziel ist es, diesen Anteil auf 35 Prozent zu steigern. Gleichzeitig muss es gelingen, die extrem hohen Abbrecherquoten von bis zu 34 Prozent in den MINT-Studiengängen deutlich zu senken. Für zahlreiche Handlungsfelder haben wir den Beitrag der Wirtschaft zur Erreichung dieser Ziele formuliert. Insbesondere soll es gelingen, die Zahl der dualen MINT-Studiengänge und damit auch der Absolventen um 50 Prozent zu erhöhen.
Botschafter werben für MINT
Mehrere tausend MINT-Botschafter werden mittelfristig für MINT werben. Sie sollen im Rahmen von Info-Veranstaltungen, Kursen, Betriebsbesichtigungen usw. bei Schülern und insbesondere auch Schülerinnen die Begeisterung für MINT wecken und Wissen über die attraktiven Berufseinstiege und Karrierewege für die Absolventen von MINT-Ausbildungs- und Studiengängen als gefragte Technologieexperten vermitteln. Im Rahmen des MINT-Barometers, das in Zusammenarbeit mit dem IW Köln erarbeitet wird, werden zukünftig jährlich komprimiert Zahlen und Fakten zu MINT veröffentlicht werden. Ziel ist, die Wirksamkeit der MINT-Aktivitäten der deutschen Wirtschaft zu kontrollieren – aber vor allem nachzuverfolgen, ob in Politik, Schulen und Hochschulen die notwendigen Änderungsprozesse erfolgen.
OECD-Durchschnitt unter 100.000 Personen im Alter zwischen 25 und 34 Jahren rund 1.160 MINT-Absolventen gibt, sind es in Deutschland nur etwa 850. Der durch den Engpass an naturwissenschaftlich-technisch qualifizierten Fachkräften verursachte Wertschöpfungsverlust für die deutsche Volkswirtschaft wird vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) auf 18,5 Mrd. Euro für das Jahr 2006 beziffert. Dies entspricht etwa 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Die im April 2008 veröffentlichte Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) geht davon aus, dass die Ingenieurlücke im Durchschnitt des Jahres 2007 bei knapp 70.000 liegt und damit im Vergleich zum Jahr 2006 um etwa 44 Prozent angestiegen ist. Die Zahl arbeitsloser Ingenieure sank zwischen Januar 2005 und März 2008 von knapp 64.000 auf rund 23.000, d. h. um etwa 64 Prozent.
Gemeinsame Plattform für MINT
Die 2008 von BDA und BDI ins Leben gerufene Initiative „MINT Zukunft schaffen” will unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel den zahlreichen, seit vielen Jahren erfolgreich wirkenden MINT-Einzelinitiativen der Verbände und Unternehmen eine gemeinsame Plattform bieten, um Veränderungen zu bewirken und politischen Forderungen entscheidenden Nachdruck zu verleihen.
Die Forderung ist klar: Alle Schüler sollen durchgehend bis zum Abitur zwei naturwissenschaftliche/technische Fächer belegen. Derzeit absolvieren lediglich 20 Prozent aller weiblichen Studierenden ein MINT-Studium. Ziel ist es, diesen Anteil auf 35 Prozent zu steigern. Gleichzeitig muss es gelingen, die extrem hohen Abbrecherquoten von bis zu 34 Prozent in den MINT-Studiengängen deutlich zu senken. Für zahlreiche Handlungsfelder haben wir den Beitrag der Wirtschaft zur Erreichung dieser Ziele formuliert. Insbesondere soll es gelingen, die Zahl der dualen MINT-Studiengänge und damit auch der Absolventen um 50 Prozent zu erhöhen.
Botschafter werben für MINT
Mehrere tausend MINT-Botschafter werden mittelfristig für MINT werben. Sie sollen im Rahmen von Info-Veranstaltungen, Kursen, Betriebsbesichtigungen usw. bei Schülern und insbesondere auch Schülerinnen die Begeisterung für MINT wecken und Wissen über die attraktiven Berufseinstiege und Karrierewege für die Absolventen von MINT-Ausbildungs- und Studiengängen als gefragte Technologieexperten vermitteln. Im Rahmen des MINT-Barometers, das in Zusammenarbeit mit dem IW Köln erarbeitet wird, werden zukünftig jährlich komprimiert Zahlen und Fakten zu MINT veröffentlicht werden. Ziel ist, die Wirksamkeit der MINT-Aktivitäten der deutschen Wirtschaft zu kontrollieren – aber vor allem nachzuverfolgen, ob in Politik, Schulen und Hochschulen die notwendigen Änderungsprozesse erfolgen.
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